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Internationaler Verband für Innere Mission und Diakonie (Bestand)

Bestandssignatur:
Archiv für Diakonie und Entwicklung, IV
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Kontext:
Archiv für Diakonie und Entwicklung (Archivtektonik) >> Zentrale und übergeordnete Organisationen >> Übergeordnete und internationale Organisationen
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Bestandslaufzeit:
1921-1938, 1948-1998
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Bestandsbeschreibung:
Verband evangelischer Organisationen, die auf dem Gebiet der inneren Mission und christlichen Liebestätigkeit arbeiten.

Nr. 16 und 45 sind nicht belegt!

Vorwort


Die Gründung des Internationalen Verbandes für Innere Mission und Diakonie greift auf Wurzeln der internationalen Zusammenarbeit zurück, die bis in das 19. Jh. reichen. Aber erst nach dem Ersten Weltkrieg bahnte sich eine Institutionalisierung der bereits bestehenden Kontakte an. In Zusammenhang mit dem 40. Kongress für Innere Mission, der im Oktober 1922 in München stattfand, hatte der Central-Ausschuss für die Innere Mission der deutschen ev. Kirche (CA) zur ersten Kontinentalen Konferenz für Innere Mission und Diakonie geladen. Gemeinsam mit den CA-Direktoren Johannes Steinweg und Gerhard Füllkrug entwarf der schwedische Erzbischof Nathan Söderblom die Satzung für den Kontinentalen Verband für Innere Mission und Diakonie. Im September 1923 fand anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des CA in Wittenberg die 2. Konferenz des Kontinentalen Verbandes statt, während der die Satzung verabschiedet wurde.
Zu seinen Aufgaben zählte der Verband vor allem die Intensivierung der Beziehungen zwischen den einzelnen Organisationen der Innere Mission und Diakonie auf internationaler Ebene durch die Organisation von Kongressen und den Austausch von Berichten. Außerdem wollte er auf der internationalen Ebene ein Sprachrohr für die evangelische Diakonie und Innere Mission sein und bei Notständen gemeinsame Hilfe organisieren.
Mitglieder des Verbandes konnten freie evangelische Zentralverbände und Ausschüsse der Inneren Mission und Diakonie werden. Vereine und Gesellschaften, deren Arbeit sich dem Feld der Inneren Mission widmete, konnten nur Mitglied mit beratender Stimme werden. Organe des Verbandes waren der Vorstand, der Ausschuss und der Kongress. Der Ausschuss bestand aus den Vertretern der einzelnen Mitgliedsorganisationen, wobei die Anzahl der Vertreter die Stimmzahl des Herkunftslandes nicht überschreiten durfte. Aus seiner Mitte wählte der Ausschuss den Vorsitzenden, bis zu drei stellvertretende Vorsitzende und einen Geschäftsführer für die Dauer von drei Jahren.
Mit Ausnahme des 1. Kontinentalen Kongresses für Innere Mission 1926 in Amsterdam konzentrierte sich die Tätigkeit in den folgenden Jahren, wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage, auf die Organisation von Tagungen und die Arbeit in bis zu vierzehn Kommissionen bzw. Ausschüssen, die vom ausdifferenzierten Organisationsaufbau des CA profitierten (vgl. ADW, IV 15).
Auf der Ausschuss-Sitzung in Eisenach wurde am 23. September 1927 die Änderung des Namens des Verbandes in Internationaler Verband für Innere Mission und Diakonie beschlossen (vgl. ADW, IV 8).
In Zürich wurde auf der Ausschuss-Sitzung des Verbandes am 19. Juni 1928 die Satzung festgeschrieben (vgl. ADW, IV 15).
Am 9. Juli 1932 wurde auf der Vertreterversammlung in Homburg vor der Höhe der Paragraph zur Zusammensetzung des Vorstandes verändert und ergänzt. Zukünftig sollten ihn der Präsident, zwei Vizepräsidenten und sechs Beisitzer bilden, die auf vier Jahre gewählt wurden und die Hälfte der Mitglieder sollte im zweijährigen Turnus wechseln (vgl. ADW, IV 15).
Der Devaheim-Skandal 1932 sowie die Machtergreifung Adolf Hitlers und der Deutschen Christen im Jahr 1933 schwächten den CA und damit die stärkste Säule des Verbandes. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges kam die Arbeit des Verbandes allmählich zum Erliegen.
Nach dem Krieg gingen bereits 1947 erste Impulse zur Wiederaufnahme der Verbandstätigkeit vom Direktor der Inneren Mission in Holland, Albertus Otter, aus. Zusammen mit dem Präsidenten der Inneren Mission in der Schweiz, Wilhelm Bernoulli, suchte er Kontakt zum Generalsekretär des Weltkirchenrates, Willem Visser’t Hooft, der die Wiederbelebung des Verbandes sehr unterstützte. Auf der Konferenz für Innere Mission im Oktober 1951 in Amsterdam stellte Freiherr M. van Lennep in seinem Beitrag die Frage nach dem früheren Internationale Verband für Innere Mission und Diakonie. Diese Frage wurde von verschiedenen Seiten aufgegriffen, und in dieser Weise ermuntert, nahm der Verband ab Oktober 1952 seine Tätigkeit wieder auf. Die folgende Zeit war geprägt durch die Anknüpfung von Verbindungen zu Organisationen in verschiedenen europäischen Ländern und Nordamerika.
Auf der Konferenz im Oktober 1954 in Hannover wurde neben der thematischen Arbeit auch eine leichte Veränderung der Satzung vorgenommen, die 1932 beschlossen worden war. Die neue Satzung benennt als erstes Organ des Verbandes nicht mehr den Vorstand, sondern die Mitgliederversammlung, dann den Vorstand, der aus je einem Vertreter der Mitgliedsländer besteht, und zum Schluss den engeren Vorstand, der sich aus dem Präsidenten, dem Sekretär und mindestens zwei weiteren Mitgliedern zusammensetzt. Die bis dahin ad interim für den Verband agierenden Vertreter Bernoulli und Otter wurden zum Präsidenten bzw. Sekretär gewählt (vgl. ADW, IV 37).
Schon Ende der 40er Jahre hatte sich Visser’t Hooft seitens des Weltkirchenrates für eine engere Verbindung mit dem Verband ausgesprochen, um die Organisationen der nicht-verfassten Kirche stärker in die Arbeit des Weltkirchenrates einzubeziehen. Im Jahr 1961 kam es zu ersten Kontakten zur Internationalen Förderation von Diakonissengemeinschaften „Diakonia“, um Möglichkeiten zu beraten, wie sich eine gemeinsame Vertretung beim Weltkirchenrat gestalten ließe. Nach langwierigen Verhandlungen wurde eine Arbeitsgruppe „Joint Diakonia Working Group“ ins Leben gerufen, die von Vertretern der drei beteiligten Organisationen gebildet wurde. Hier wurden die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit festgelegt und 1967 ein „Sekretariat für den diakonischen Dienst der Kirche“ (Diakonia Desk) eingerichtet. Die Leitung wurde dem schwedischen Pfarrer Bengt-Thure Molander übertragen und 1971 folgte ihm die Belgierin Rose-Marie Pichal (vgl. ADW, IV 88). Nach der Probephase wurde Diakonia Desk im Zuge der Umstrukturierung des Weltkirchenrates 1971 unter dem Namen „Portfolio on Social Service“ zu einem eigenen Ressort.
An der Reihe der von 1951 an regelmäßig stattfindenden Kongresse und ihrer vielgestaltigen Themen lässt sich die Bandbreite der Verbandstätigkeit ablesen. So fand beispielsweise der erste Kongress in einem Land des Ostblocks 1965 in Berlin (Ost) statt und bildete den Auftakt zu den verschiedenen Tagungsorten im Osten Europas. Gerade daran wird die Brückenfunktion des Verbandes deutlich, die auch nach 1990 weiter ausgebaut wurde.
Eine Änderung der Satzung wurde auf der Mitgliederversammlung 1989 anlässlich der Arbeitstagung in Buckow / Mark beschlossen. Als Organe des Verbandes werden nur noch die Mitgliederversammlung und der Vorstand genannt. Der Präsident, die beiden Vizepräsidenten und der Generalsekretär wurden nun durch die Mitgliederversammlung direkt gewählt. Die Wahlperiode lag weiterhin bei vier Jahren (vgl. ADW, IV 146).
Die Veränderungen in Europa nach 1989 stellten den Verband vor neue Herausforderungen. Die auf der Mitgliederversammlung im September 1992 in Uppsala beschlossene Namensänderung in: Europäischer Verband für Diakonie verdeutlicht die stärkere Ausrichtung auf die europäische Dimension des Verbandes (vgl. ADW, IV 176). Gerade den süd- und osteuropäischen Mitgliedern war daran gelegen, den Verband als Gegenüber mit Fachkompetenz für die politischen Organe in den einzelnen Ländern und der EU auszubauen. Da diese Aufgabe immer mehr an Umfang zunahm und durch parallele Strukturen bei Eurodiaconia eine Bündelung der Kräfte notwendig erschien, kam es zu einer verstärkten Zusammenarbeit und Annäherung der Verbände.
Auf Initiative von Vertretern der Diakonie protestantischer Kirchen in der EU war am 20. Februar 1992 in Brüssel Eurodiaconia - Vereinigung diakonischer Organisationen in Europa - gegründet worden, um den Armen und Schwachen in der sozialen Gesetzgebung der EU eine Stimme zu verleihen (vgl. ADW, IV 190). Im Gegensatz zu Eurodiaconia wollte der Europäischer Verband für Diakonie den diakonischen Organisationen in Ländern auch jenseits der Grenzen der EU ein Ansprechpartner sein und ein Forum zur Zusammenarbeit und zum fachlichen Austausch bieten. Die Umbruchsituation machte eine Satzungsänderung notwendig, die sich jedoch auf eine Erweiterung des Vorstands auf bis zu fünf Personen beschränkte, die auf der Mitgliederversammlung am 27. April 1994 beschlossen wurde (vgl. ADW, IV 176). Da das Ende des Weges in der Zusammenarbeit mit Eurodiaconia noch nicht absehbar war, wurden weitere Satzungsänderungen als nicht sinnvoll erachtet.
Durch die gegenseitige Teilnahme an den Vorstandssitzungen wurde die Zusammenarbeit intensiviert. Dabei wurde allen Beteiligten bewusst, dass eine erfolgreiche Arbeit in der Zukunft nur durch einen gesamteuropäischen diakonischen Verband geleistet werden könnte. Dieser Verband sollte in Brüssel durch eine starke Präsenz hervortreten und sein Sekretariat müsste ein klares Mandat haben, um für den Gesamtverband sprechen zu können (vgl. ADW, IV 176). Die Strukturdiskussionen der folgenden Jahre gipfelten im Zusammenschluss beider Verbände zum Europäischen Verband für Diakonie - Eurodiaconia auf der Gründungsmitgliederversammlung am 31. Mai 1996 in Salzburg / Österreich.
Die veränderte Rechtsform des Verbandes, der jetzt als ein in Straßburg / Frankreich eingetragener Verein gegründet wurde, erforderte eine neue Satzung. Die Aufgaben des Verbandes sind darin weiter gefasst und beinhalten auch die Erarbeitung theologischer, ethischer und sozialer Grundlagen der Diakonie, die Vertretung diakonischer Anliegen in Staat und Kirche sowie gegenüber der EU und weiterhin die Stärkung der Beziehungen zwischen Kirchen und diakonischen Organisationen. Die Mitgliedschaft kann grundsätzlich jede auf nationaler Ebene tätige gesamt-diakonische Organisation erwerben. Als Organe des Verbandes fungieren die Mitgliederversammlung, der Vorstand und der Vorstandsausschuss. Neben den Delegierten der Mitglieder gehören auch jeweils ein Vertreter von KEK und EECCS zur Mitgliederversammlung, die aber nicht stimmberechtigt sind. Die Mitgliederversammlung wählt den Präsidenten, ein bis zwei Vize-Präsidenten und fünf bis neun Vorstandsmitglieder. Der Vorstand wählt und beauftragt den Generalsekretär. Der Vorstandsausschuss ist ein kleineres Arbeitsgremium, das die dem Vorstand übertragenen Aufgaben zwischen den Vorstandssitzungen wahrnimmt. Außerdem gibt es im neuen Statut ausführliche Regelungen zur Zuständigkeit des Vorstandes, zu den Finanzen, deren Prüfung und zur Auflösung des Verbandes (vgl. ADW, IV 180). Zur Präsidentin des neuen Verbandes wurde die Schweizer Pfarrerin Sylvia Michel gewählt. Als Auftrag für den neuen Verband war von den Mitgliedern die Bildung einer Plattform gewünscht worden, eine verstärkte Information über Aktivitäten und Projekte untereinander und richtungsweisende Anregungen zur theologischen Arbeit (vgl. ADW, IV 181).


Verbandspräsidenten

ab 1926 Prof. Dr. Reinhold Seeberg, Deutschland
ab 1934 Prof. Dr. Minister a.D. Jan Rudolph Slotemaker de Bruine, Niederlande
ab 1952 Pfr. Dr. h.c. Wilhelm Bernoulli, Schweiz
ab 1962 Pfr. Henri Ochsenbein, Frankreich
ab 1979 Prof. Dr. Theodor Schober, BRD
ab 1988 OKR Dr. Ernst Petzold, DDR / Deutschland
ab 1992 Pfr. Sylvia Michel, Schweiz

ab 1996 Pfr. Sylvia Michel, Schweiz
ab 2000 Pfr. Dr. h.c. Jürgen Gohde, Deutschland


Generalsekretäre

ab 1923 D. Gerhard Füllkrug, Deutschland
ab 1935 Dr. Ocke Norel, Niederlande
ab 1951/1954 Direktor Albertus Otter, Niederlande
ab 1975 Dr. med. Othon Printz, Frankreich
ab 1988 Pfr. Paul Haug, Schweiz

ab 1996 Pfr. Paul Haug, Schweiz gemeinsam mit Axel Führ in Brüssel



Registratur- und Bestandsgeschichte

Die schriftliche Überlieferung des Verbandes setzt im Jahr 1921 mit den Akten ein, die im CA gebildet wurden. Diese Akten verblieben auch über die Wirren des Krieges hinweg an ihrem Entstehungsort in Berlin-Dahlem und wurden erst im Zuge der Bestandsbereinigung nach 1971 aus dem Registraturgut des CA herausgelöst. Damit bildeten sie den Grundstock für den Bestand, der seine Ergänzung durch die später im Archiv eintreffenden Abgaben erfuhr. Im Registraturschema des CA nahmen sie unter dem Ordnungspunkt F „Auslandsarbeit“ den ersten Platz ein.
Vierzehn Akten, die Füllkrug geführt hatte, sind im Ev. Zentralarchiv Berlin als Bestand D 5 geführt worden und wurden im Juli 1987 an das ADW abgegeben.
Wie oben erwähnt gibt es kriegsbedingt eine Lücke in der Überlieferung des Bestandes. Die ersten Akten beginnen danach im Jahr 1950 und entstanden beim Generalsekretär des Verbandes Albertus Otter. In der Registratur des „Centraal Bond“, als dessen Teil diese Unterlagen aufgrund der hauptamtlichen Tätigkeit Otters geführt wurden, gab es ein Ordnungsschema. Nach dem Ausscheiden Otters als Generalsekretär des Verbandes 1975, wurden die Unterlagen von ihm an das Stadtarchiv Amsterdam / Niederlande abgegeben. Durch die Bemühungen des ADW gelang es 1985, das Archivgut aus den Niederlanden mit dem bereits in Berlin vorhandenen zu vereinigen.
Die Unterlagen aus den 1980er und 1990er Jahren gelangten in getrennten Abgaben über die Präsidenten Schober und Petzold (letzteren für den Zeitraum von 1985-1994) an das ADW. Die letzte Abgabe mit Unterlagen des Generalsekretärs Haug für den Zeitraum von 1983-1998 gelangte nach dessen Pensionierung und Aufgabe seines Amtes als Generalsekretär 1998 im Jahr 1999 in das ADW. Darunter befanden sich auch zwei Ordner des 1996 gegründeten Verbandes Eurodiaconia, die bis zur endgültigen Entscheidung, ob hier eine Bestandsabgrenzung vorgenommen werden sollte, bei diesem Bestand bleiben.
Aussagen zur Vollständigkeit lassen sich nur teilweise treffen. Dem Aktenverzeichnis des CA ist zu entnehmen, dass aus diesem Teilbestand vier Akten fehlen. Über fehlendes Schriftgut können über die anderen Abgaben hinaus keine Angaben gemacht werden. Unten den früher verzeichneten Akten fehlt ADW, IV 104.
Kassationen wurden nur bei Doppelüberlieferungen vorgenommen, wie z.B. bei zwei Positionen aus der Abgabe des Generalsekretärs Haug (ADW, 40/4 und 40/5) sowie bei einer nachträglich übersandten unvollständigen Presseausschnittsammlung.
Die Verzeichnung des größten Teils des Bestandes hatte Annerose Schwittlinsky in den 1980er Jahren durchgeführt. Im Jahr 2004 erfolgte die archivische Bearbeitung und Eingabe in die Verzeichnungsdatenbank Augias durch Claudia Kögler, und im Anschluss daran verzeichnete Johannes Röhm den unverzeichneten Rest der Akten und erstellte das Findbuch.
Der Bestand ist ADW, IV zu zitieren.
Eine Umsignierung des Bestandes wurde nicht vorgenommen. Die Nummern ADW, IV 16 und 45 sind nicht belegt. Zu ADW, IV 16 sind weder eine Akte noch ein Verzeichnungszettel vorhanden. Die Lücke bei ADW, IV 45 entstand durch Zusammenfügung von ADW, IV 44 und 45 zu einer Verzeichnungseinheit. ADW, IV 162 war doppelt vergeben und die zweite Akteneinheit wurde zu ADW, IV 172. Die drei erweiterten Signaturen ADW, IV 39A, 78A und 108A wurden zu ADW, IV 173, 174 und 175. Die ehemaligen Signaturen im Bestand des CA wurden mit aufgenommen.
Die Klassifikation des Bestandes fußt in groben Zügen auf der Registraturordnung des größten Teils der Akten aus dem „Centraal Bond“. Da es sich jedoch um vielfältige Provenienzen handelt, die sowohl Schriftgut der Präsidenten als auch der Geschäftsführer umfasst, kann die Klassifikation nur ungenau die eigentlichen Entstehungszusammenhänge abbilden. Zur Veranschaulichung wurden alle Provenienzen ausgewiesen. Ausnahmen sind die Akten des CA, deren Herkunft sich durch die Laufzeit vor 1945 erschließt, und die Akten von Albertus Otter, deren Laufzeit ab 1948 einsetzt. Demgemäss sind alle Personen, die unter dem Klassifikationspunkt „1.1. Vorstand und Geschäftsführung“ im Aktentitel genannt werden, Korrespondenzpartner von Albertus Otter.
Unter den Klassifikationspunkten „2.1. Konferenzen“ und „2.2. Arbeitstagungen“ sind die vom Verband oder seinen Gründern organisierten Konferenzen nach Jahren geordnet, weitere folgen der alphabetischen Ordnung.
Im Jahr 1932 gab es im Verband neun Ausschüsse (vgl. ADW, IV 15), von deren Unterlagen aber nur ein Teil überliefert ist. Mit einer Laufzeit von 1929 bis 1938 befindet sich unter Punkt „2.3. Ausschüsse“ mit die ältesten Akten, deren Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Organisationen in Ost- und Mitteleuropa liegt.
Die Unterlagen zur Joint Diakonia Working Group bzw. zur Diakonia Desk befinden sich unter „2.4. Zusammenarbeit mit einzelnen Organisationen“.
Unter dem Klassifikationspunkt "2.5. Materialsammlung" befinden sich auch Ausgaben des verbandseigenen Publikationsorgans "Informationsdienst" und Unterlagen zu dessen Herstellung.



Weitere Quellen im ADW

ADW, IV 270
ADW, CA/PD 479
ADW, HGSt 6966
ADW, DWDDR-D 544, 545



Literatur

Füllkrug, Gerhard: Der internationale Verband für Innere Mission und Diakonie. o.O. : 1931.

Gerhardt, Martin: Ein Jahrhundert Innere Mission. Gütersloh : 1948.

Lennep, M.C.Th. van: Was war der frühere Internationale Verband für Innere Mission und Diakonie? in: Die Innere Mission, 41 (1951) 11.

Ochsenbein, Henri: Der Internationale Verband für Innere Mission und Diakonie. Stuttgart : 1978 in: Ulrich, Heinrich-Hermann (Hg.): Diakonie in den Spannungsfeldern der Gegenwart. Stuttgart : 1978, S. 252-257.

Abkürzungsverzeichnis




AG Arbeitsgemeinschaft

BRD Bundesrepublik Deutschland

CICARWS Commission on Inter Church Aid, Refugee and World Service
CSFR Tschechoslowakische Föderative Republik
CSSR Tschechoslowakische Sozialistische Republik

DDR Deutsche Demokratische Republik
DW Diakonisches Werk
DW-EKD Diakonisches Werk der EKD, Hauptgeschäftsstelle Stuttgart

EA Ev. Aktion in Osteuropa
EECCS European Ecumenical Commission for Church and Society
EG Europäische Gemeinschaft
EKD Ev. Kirche Deutschlands
EU Europäische Union
ev. evangelisch

FIC Fédération des Institutions Chrétiennes
FOE Fédération des Oeuvres Evangéliques

HGSt Hauptgeschäftsstelle des Diakonischen Werkes der EKD
HW Hilfswerk

ICSW International Council on Social Welfare
IM Innere Mission

KEK Konferenz Europäischer Kirchen

ÖRK Ökumenischer Rat der Kirchen
OKR Oberkirchenrat

Pfr. Pfarrerin bzw. Pfarrer

WCC World Council of Churches
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Letzte Aktualisierung: 23.07.2021, 12:45 MESZ